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Der erste Abend - fasziniert, aber am Ende.

Budapest ist wunderschön. Die Häuser wirken fast märchenhaft und dagegen wirkt sogar der Prenzelberg wie eine Neubausiedlung.

Die Fahrt war in Ordnung. Allerdings fahre ich nicht mehr in einem Sitzabteil im Nachtzug. Nicht einmal das Licht haben sie ausgemacht. Die jungen Damen, die die ganze Nacht neben mir Wodka getrunken haben hat das dann auch nicht mehr gestört. Dementsprechend müde komme ich also an. Die Orientierung am Bahnhof fällt mir leicht, ich erkenne die Stelle gleich wieder, an der man sein Gepäck abgeben kann. Ich bin froh, dass es mit leichtem Gepäck weitergeht und versuche mir erst einmal eine Fahrkarte zu kaufen. Da ich alleine unterwegs bin brauche ich ja auch keine Angst haben, mich mit meinen Sprachkünsten lächerlich zu machen. Vorsichtig bin ich trotzdem, denn merkwürdigerweise liegen zwischen "Ich will" und "Ich liebe dich" bloß ein Buchstabe. Und ich möchte ja keine Missverständnisse erzeugen.

Es wird schon fast Mitag, al ich die Universität erreiche. Ich stinke, bin müde und sehe auch so aus. Phantastischer ersten Eindruck - darauf kommt es an. Dennoch bekomme ich meinen Stundenplan, Chinesisch Montags Abend, Dienstag und Freitag frei - das kann sich doch sehen lassen. Donnerstag 14:00 soll es eigentlich direkt weitergehen mit Financial Accounting. Ob ich das meinen neuen Komolitonen antun soll? Ich beschließe, dass sie da jetzt durch müssen, setze mich aber trotzdem in die letzte Reihe.

Die Klassenräume sind meistens klein, dennoch ist in jedem ein riesiger LCD Bildschirm aufgebaut, der von den Dozenten wie ein Beamer benutzt wird. Auch sonst scheint die Universität und viele Studenten genug Geld zu haben. Ich bin gespannt, ob das akademische Niveau diesen Eindruck halten kann.

 Nach der Stunde möchte ich eigentlich nur noch nach Hause und schlafen. Ich habe in Budapest aber noch kein zuhause. Ich suche das Hostel, dessen Adresse ich mir bereits zuhause aufgeschrieben hatte. Das Hostel ist eigentlich nur eine etwas größere Wohnung, sehr hohe Decken und es sieht aus, als hätten hier einige Chaoten zusammen mit Hippies ein Hostel aufgemacht. Jedenfalls finde sogar ich es hier wirklich dreckig. Und die Toilette hat keinen Schlüssel. Dafür gibts Wlan kostenlos und die Dusche ist warm.

Ich bin gespannt auf den English Test morgen.

11.9.08 22:25


Es geht los.

Nun wird es also ernst. Auf mich wartet jetzt also dieses Auslandssemester, dass immer angepriesen wird und spätestens seit L’auberge espagnole eigentlich auch jeder machen will. Ok, das kreativste ist es jetzt also nicht mehr, ich freue mich aber trotzdem auf Budapest. Und es ist ja auch alles vorbereitet, schließlich habe ich

  • Eine Wohnung in Budapest
  • Bekannte in Budapest
  • Ein Hostel gebucht
  • Einen Personausweiß
  • Genug Geld
  • Komme rechtzeitig zum Start des Semesters
  • Meine Diplomarbeit fertig
  • 40 Kilo Gepäck 
Na dann mal los.
11.9.08 21:57





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